SC zu Wien

Erster SC gegr. 1866 von Saxonia und Teutonia II; zweiter SC gegr. 1869 von Saxonia und Frankonia; dritter SC gegr. 1877 mit Saxonia, Alemannia, Danubia und Cimbria. 1907 erweitert um Posonia und Symposion. Nach dem Beitritt zum KSCV erweitert 1922 um Hansea, 1923 um Cheruscia, 1935 um Hilaritas und 1954 um Hellas. Beitritt zum KSCV: 1919

Universität:

  1. Gründung der Rudolphina 1356 durch Herzog Rudolf IV. von Österreich (dem Stifter). Nach dem Untergang der deutschen Prager Karl-Ferdinands-Universität (1348) 1945 ist sie die älteste, noch bestehende Universität im deutschen Sprachraum. Unterstützt durch den Auszug deutscher Magister und Scholaren 1378 aus Paris kamen herausragende Hochschullehrer und viele Studenten nach Wien. Sie entwickelte sich rasch zu einer der größten und bedeutsamsten Universitäten. Für den Erzhumanisten Celtis wurde 1497 das Collegium Poetarum mit dem Recht der Verleihung des Ehrentitels Poeta laureatus eingerichtet. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts setzte eine Periode der Stagnation bis zum Abfall ein, die Mitte des gleichen Jahrhunderts mit der Gegenreformation abgefangen wurde. Die Jesuiten gewannen wieder Oberhand. Erst im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts kam es zur Entmachtung des Ordens. 1746 Gründung der Theresianischen Ritterakademie, die auf die Universitätsentwicklung Einfluß nahm. Errichtung des "Anatomischen Theaters.. und Schaffung des Allgemeinen Krankenhauses. In der Restaurationszeit trat eine Verschärfung der Bevormundung ein (Verbot, auswärtige Universitäten zu besuchen). 1848 Einführung der Lehr- und Lernfreiheit; neuer Aufschwung (Nach Müller - Begründer der Trigometrie - nun u.a. Bonitz, Grauert, Aschbach). 1854 Institut für Geschichtsforschung. Medizin und die Psychoanalyse wurden bedeutend (Billroth, Nothnagel Landsteiner - Entdecker der Blutgruppen -, Freud, Adel u.a.). 6 Nobelpreise gingen nach Wien. 1938 starker Einfluß durch das Dritte Reich. Errichtung je eines Institutes für germanisch-deutsche Volkskunde und für Rassenbiologie. 1945 Wiederaufbau und Aufnahme eines wissenschaftlich freien Lehrbetriebes.
  2. Gründung der "Pferdekur- und -operationsschule" durch Kaiserin Maria-Theresia, aus der sich die tierärztliche Akademie, 1975 die Veterinärmedizinische Universität entwickelte.
  3. Das 1815 gegründete K.u.K. Polytechnikum erhielt 1872 die Würde einer Technischen Hochschule und wurde 1975 Technische Universität.
  4. 1872 Gründung der heutigen Universität für Bodenkultur. Sie ist heute um forstwissenschaftliche, kulturtechnische und gährungstechnische Fakultäten erweitert.
  5. Stiftung der privaten Exportakademie 1898, hervorgegangen aus der kommerziellen Abteilung der 1815 gegründeten Technischen Hochschule (Ziffer 3). 1975 entstand hieraus die Wirtschaftsuniversität.
  6. 1692 Gründung der Akademie der bildenden Künste durch Zusammenschluß verschiedener Kunstschulen, der heute ältesten Kunsthochschule Europas. Ihr wurde die 1877 gegründete Musikfachschule (Hochschule für Musik und darstellende Kunst) angegliedert. Die Hochschule für angewandte Kunst entstand aus der 1867 gegründeten Kunstgewerbeschule des österreichischen Museums für Kunst und Industrie.

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Text © "Handbuch des Kösener Corpsstudenten"

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